27.-28. Juli – und es gibt doch Bäume auf Island
Es heißt Abschied nehmen von Hrisey und wir lernen, dass das Inselleben gar nicht so einfach ist. Man sollte tunlichst nicht vergessen einzukaufen, besser auch nicht krank werden. Der kleine Kaufmannsladen auf der Insel hat nicht immer das, was man gerne möchte oder bräuchte. Mal eben zum Kaffee zur besten Freundin? Alles muss irgendwie geplant werden es sei denn die Freundin wohnt ein paar Häuser weiter.
Außer Trecker gibt es auf Hrisey dann noch die Zweitautos, die müssen nicht zum TÜV und einige sehen auch fast so alt aus wie die Trecker – aber sie fahren und man fährt kleinste Strecken.
Auf dem Festland haben einige der Einwohner einen Garagenplatz, eine große Halle mit entsprechenden Buchten. Luxus pur und sehr begehrt, die anderen begnügen sich mit einem Freiplatz am Hafen.
Bevor wir es uns in Dalvik auf dem CP gemütlich machen, wollen wir zusammen in einem Hofladen Eis essen, einkaufen und einen kleinen Waldspaziergang machen.
Ehret wer Gutes getan
Die Aufforstung Islands im größeren Stil begann nach dem 2. Weltkrieg und ist auch heute noch aktuell. Island will Waldland werden, was nicht jedem gefällt. Ich las unlängst in einem Buch von Anne Siegel, „dann können wir den Horizont nicht mehr sehen“. Ich bin zwiegespalten, genieße den Wald, genieße den Horizont und bin der Meinung, dass der Himmel näher ist.
Als Unterkunft nun wirklich nicht mehr zu gebrauchen, wir nehmen Abstand von der Idee und bleiben bei unserem Bulli, da wissen wir genau hinter welcher Klappe was verstaut ist.
Dieser Übergang wackelt nicht, ist breit genug und sieht auch noch stabil genug aus.
Aber diese Brücke hier, die ist gemein, allerdings nur so gemein wie eine zweite Person das gerne möchte, um die andere Person zu ärgern. Ich bin doch nicht schwindelfrei.
Wir genießen noch zusammen mit Claudia und Waltraud die grüne Oase bevor wir uns für diese Reise endgültig trennen; aber wer kann da schon sicher sein.
Der Campingplatz, den wir ursprünglich anfahren wollten, liegt fast gegenüber der Hängebrücke und ist leider geschlossen, es bleibt Dalvik, im Ort gelegen und eigentlich nicht so schön, das Servicehaus allerdings ist gut.