30.07. – welcher Troll war das?
Wie immer lassen wir uns Zeit mit dem Frühstück, das Wetter ist allerbest, Aldejarfoss wir kommen und genießen. Für Günter Neuland, für mich ein Wiedersehen. 
Da ist ja nichts und genau das ist das Schöne.
Da ist zumindest schon mal das Trockenklohäuschen. Meine Erinnerung daran ist heute noch so, dass es mir den Hals zuschnürt. Da könnte ich nicht Müssen müssen.
Ungefähr 20 m stürzt der Skjálfandafljót in die Tiefe, eingerahmt von beeindruckenden Basaltsäulen und begleitet von einem riesigen Lavafeld. Die Betonung liegt auf Feld. Wie auf dem Acker eines Bauern, große Steine überall, liegen hier die Lavabrocken auf dem Boden. Groß und klein und spitz und sehr gemein. 

Dazu braucht es keinen Künstler, die Natur oder besser die Ereignisse der Natur reichen für dieses Kunstwerk.
Habt ihr den Felsbrocken mal richtig angesehen? Oder ist das etwa eine isländische Hühnerrasse. Wer in Island ist und sich auf die Natur einlässt, der erkennt nicht nur in den vielen Felsbrocken Gesichter und Figuren, auch an den Berghängen findet man Gesichter. Immer wieder spannende Autofahrten.
Ein Stück hinter dem Aldejarfoss gibt es einen weiteren, dem Hrafnarbjargafoss, der in seiner Schönheit dem Aldejarfoss in nichts nachsteht. 
Günter wartet in der Zeit an anderer Stelle und passt auf dass ich nicht umknicke, mich stoße oder hinfalle. Es ist ein wundervoller Tag.
Es kann noch so schön sein, irgendwann muss man auch zurück. Über Stock und über Stein, aber brich dir nicht das Bein.
Ihr müsst verstehen, dass die Umgebung so wunderschön ist, da muss man doch Hans Guck in die Luft spielen und kann nicht auf die Erde schauen. 
Ich hab den Troll auch nicht gesehen der mich ärgern wollte und schwuppdiwupp lag ich zwischen den Lavabrocken. Kurz danach ging es im „Affenzahn“ ins Krankenhaus nach Akureyri.
Ach Ísland ástin mín.
Aber alle waren sehr nett, da muss ich nun durch.