Der Wettergott ist uns hold – 27.03.25

28. März 2025 0 Von admin


Heute soll es zumindest bis mittags trocken bleiben und wir entscheiden uns spontan zu einer anderen als der geplanten Tour und die Entscheidung hat sich als gut herausgestellt. Ziel ist einmal Gjógv und dann eigentlich die Strecke über den Berg nach Eiði, da dieser Abschnitt aber offiziell noch gesperrt ist, nehmen wir vorsichtshalber den Umweg, um dann zur Aussicht meines Begehrens zu gelangen.
Begleitet von unzähligen Wasserfällen und Dörfern, die aus der Höhe glauben machen, dass es Häuser einer Modelleisenbahn wären. Wir sind immer wieder erstaunt festzustellen, dass in diesen wirklich kleinen Ansammlungen Menschen auch dauerhaft wohnen.
Die einzige Atlantikbrücke muss natürlich auch fotografiert werden, wat mutt dat mutt eben.
Da ist ja nix, außer viel Landschaft, viel braun-rüne Fläche, viel Wasser und viel Berge. Der Kontrast zu dem was uns tagtäglich umgibt ist teilweise sogar ergreifend. Ich könnte stundenlang stehen und einfach nur gucken.
sieht nach viel Spaß aus


Für uns hat dieser kleine Ort noch sehr viel Charme, auch wenn an einigen Stellen bereits deutlich sichtbar wird, dass der Tourismus das Ortsbild verändern wird.
Wir freuen uns über den Naturhafen aus alter Zeit, der optisch einige Überraschungen parat hält. Die Wand, von der permanent Wasser herunterläuft und sich dadurch ein üppiges Grün bildet
und das Wasser, dessen Untergrund sich teilweise in einem wunderschönen türkis zeigt. Wie im Urlaub, aber das sind wir ja auch.
Das nützt nichts, wer da runter geht muss auch wieder rauf. Herzsport vom Feinsten.
Geschützt durch Wind und Wellen war hier ein sicheres Anlanden garantiert. Für uns ein Augenschmaus.
Leider öffnet das Café erst ab April
und wir werden uns langsam wieder auf den Weg machen.
Es war ein Herzenswunsch von mir Risin og Keilin noch einmal zu sehen, hierzu geht es ab nach Eyði und dann ein Stück der teilweise gesperrten Straße entlang. Vorher aber mussten wir doch noch einmal anhalten,
noch einmal den Fossa, der Wasserfall ohne Namen und dann diese tolle Schlucht, die uns bereits im Vorjahr so fasziniert hat, sehen.
Bilder können oft gar nicht wiedergeben, was das Auge sieht. 40 Jahre jünger und ich wäre dort hinein gekrabbelt – zumindest ein Stück.


Da ist es – nein nicht das Schaf, aber es wollte unbedingt mit aufs Bild. Gemeint sind die beiden Säulen im Hintergrund – Risin und Keilin, etwas über 70 m hoch und selbstverständlich auch zwei Trolle, die es nicht geschafftt haben vor Sonnenaufgang wieder zu verschwinden. Fazit: Sie wurden zu Stein.

Nun kann es zurück gehen nach Tórshavn, der angekündigte Regen nähert sich und wir fahren ihm entgegen. Der Tag war ausgefüllt mit tollen Eindrücken und erfordert erstmal eine Ruhepause. Heute abend wollen wir im Hotel eine Kleinigkeit essen und dann wieder Karten spielen. Morgen lassen wir es gaaaanz langsam angehen und können den letzten Tag bis zur Abfahrt hoffentlich sinnvoll verbringen.