Tschüss Norwegen

4. Januar 2022 Aus Von admin

Wir sind in Tromsö am frühen Nachmittag angekommen und es ist bereits dunkel. Die Eismeerkathedrale ist weit sichtbar, aber unser Weg führt einfach nur zum Flughafen, per Taxi und darüber bin ich froh.
Der Taxifahrer kennt seine Stadt, seine Staßen und deren Eisschichten unter dem Schnee. Wenn Günter oder ich gefahren wären, hätte das ganz bestimmt anders ausgesehen.
Der Flughafen ist überschaubar, wir haben noch Zeit, aber als es dann losging und das Boarding begann, war es kaum zu fassen wie viele Menschen in den kleinen Flieger hineinpassen. Man soll ja auf Abstand achten, aber was beim Boarding abläuft hat mit Abstand nichts zu tun. Jeder hat Angst, der Flieger würde ohne ihn abheben, schlimm und wir mittendrin.
Auf dem Flughafen Oslo kennen wir uns ja bereits aus, wir wissen mit welcher Gesellschaft wir bis in die Stadt fahren wollen, wo der Ticketautomat ist, welches Gate wir nehmen müssen, welcher Zug und dann————- fahren wir doch tatsächlich zu weit. Wir wunderten uns schon warum an einerbestimmten Haltestelle so viele Leute ausgestiegen sind, aber von Oslo Sentralstatjonen hatten wir nichts gehört. Zu weit gefahren. Also raus und in den Gegenzug wieder rein und dann endlich auch angekommen.



Kalte Füße haben wir nicht auf dem Weg zum Hotel, aber die Wege sind katastrophal. Das Hotel ist zum Glück nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt. Der Eingang an der Hausecke noch katastrophaler als katastrophal. Auf dem Schneematsch ein Teppich zum Eingang, behindertengerecht eine Schräge. Der Teppich matschig durchgeweicht, die Schräge glatt. Direkt an der automatischen Schiebetür durch die Nässe losgelöste Kermikfliesen. Im Vorraum eine einzige Matchpampe, rechts die Check-in Terminals. Einchecken in englisch oder norwegisch. Englisch funktioniert nicht, norwegisch musste sein mit dem Ergebnis, dass wir plötzlich zwei Einzelzimmerbelege in den Händen hielten. Die Übersetzung war wohl etwas voreilig von mir. Aber irgendwie hat des dann doch geklappt und die nette Mitarbeiterin im Büro hat uns geholfen.
Das Hotel eher ein Hostel, aber sehr nett und unser Zimmer war vollkommen in Ordnung. Morgen geht es in die Stadt.



Kunst zu interpretieren ist eine ganz persönliche Sache. Für mich sah diese Figur sofort wie eine Katze aus. Aber jetzt sehe ich mehr. Das Dach der Oper, da mussten wir rauf. In dem Komplex der Oper befindet sich eine Bibliothek, wie wir sie wohl noch nicht gesehen haben. Büchersuche per PC mit Anzeige des Platzes in einem der vielen Etagen und Regale. Finden wohl kein Problem.

Wenn ich da oben rechts in den Räumen unterwegs wäre um ein Buch zu finden, dürfte ich nicht an die Architektur denken, hoffentlich war der Statiker gut.



Der Blick von oben schon gewaltig wunderschön, eiskalt und nur ein bisschen glatt, zumindest solange kein Depp auf die Idee kommt die Stufen hinunterzurutschen.



Das Gebäude kennt mittlerweile jeden. Wenn wir mal mehr Zeit zur Verfügung haben werden, würde ich gerne das Munch Museum besuchen.



Wir gehen weiter und ich bin begeistert. Das, was ihr da seht ist eine Sauna, diese hier besonders schön.
Nach der Wärme die Kälte und dann wieder die Wärme am Feuer. Genau von diesen Saunas im Osloer Hafen gab es vor Kurzem einen Bericht im Ostseereport.



Oslo ist schön, aber im Frühjahr, Sommer oder Herbst wäre es besser. Abends wollen wir noch einen Gang durch die Innenstadt machen, der Weihnachtsmarkt ist noch aufgebaut.



Das Licht lässt noch einmal richtig weihnachtliche Gefühle aufkommen Die Atmosphäre in der Stadt ist entspannt und fröhlich.



Futter für die Seele. Wir fühlen uns sofort wohl und ich bin froh, dass wir noch ins Gewimmel gegangen sind. Auf der Eisbahn tummeln sich junge und alte, es wird, wie üblich getrunken (ohne Alkohol in ganz Norwegen) und gegessen. Der ganz normale Wahnsinn eben und wir gönnen uns dann auch noch einen Glögg.



Unser Hotel war dann doch um einiges bescheidener, aber gut geschlafen haben wir trotzdem und am Folgetag sollte es dann ja auch nach Hause gehen.
Zwangsläufig mussten wir zwei Übernachtungen in Oslo buchen, weil es für uns völlig überraschend kam, dass Color line unsere ursprüngliche Rückfahrt storniert hat.



An Bord das was man so Totentanz nennt. Die wenigen Gäste kann man zählen, trotzdem sitzt man ja Tisch an Tisch, zumindest beim Italiener. Ich mache daher zu guter Letzt einen Coronatest und bin beruhigt. Negativ.

Wieder zuhause, ist auch schön und das eigene Bett ist nun besser als jedes andere Bett auf der Welt.

Bleibt gesund und lasst uns bald wieder reisen.