18.-19. Juni – Eis, Eis Baby
Bald ist Sommersonnenwende. Ob wir die wohl bei gemäßigten Temperaturen und Sonne erleben werden? Dunkel wird es ja ohnehin nicht mehr, aber so richtig schön ist es dann ja auch nur ohne Wolken. 
Es bleibt weiterhin kalt und regnerisch, dennoch finden sich ein paar Minuten um bei einem kurzen Spaziergang Abschied zu nehmen von Fossardalur. 
Da unten links, das sind wir.
Wir kommen bestimmt wieder und werden wieder zu zweit die ganz alte Dusche mit WC in Anspruch nehmen. Die neueren sind nicht so schön. Im Extremfall kann es so aussehen:
Einer duscht, igendeinanderer ist auf dem Klo undein dritter Irgendjemand putzt sich am Waschbecken die Zähne und das alles auf engem Raum. Ist nicht mein Ding. 
Zu gerne hätten wir gestern eine längere Wanderung zum Mulafoss gemacht, aber ich, wir sind eben „Warmduscher“ und dann eben doch aus Zucker und wollen weder bibbern und frieren noch pitschnass werden.
Es geht weiter in südlcher Richtung vorbei an einigen Stellen, die es sich anzusehen lohnt, auch dabei einer meiner Lieblingsstrände. Wird wohl nichts werden, denn das bringt nur bei gutem Wetter Spaß, aber Teigahorn hört sich gut an, das können iwr ansteuern – und sind enttäuscht. Der Wind pfeift heftig und nach nur kurzem Weg drehen wir um, heute werden keine Mineralien gesucht
Ich dachte hier ein altes Gehöft zu finden. Immerhin wohnte hier mal die erste Frau Islands, die Photographie studierte und die wohl auch die erste Nähmaschine Islands besaß. Das angepriesene Museum ist entweder keines mehr oder noch nicht. Die Hauptsaison ist noch nicht angebrochen. Da ich aber von Mineralien schrieb, in diesem Gebiet gab/ gibt es die bedeutendsten Vorkommen an Zeolithen der Welt, so kann man lesen. Vielleicht ist im kommenden Jahr besseres Wetter, dann können wir uns das anschauen.
Tja, Fauskasandur, der angesprochene Liebingsstrand muss auch bis nächstes Jahr warten, es regnet unerbittlich. 
Das ist kein Schwarz-Weiß-Foto, so grau ist es heute, aber immer positiv denken, kann nur besser werden.
Meine Ankündigung: Da bei dem Berg kommt ein Tunnel, gleich, das Gleich wurde dann zu einem Später, aber er kam der Tunnel.
…und es wird besser, zwar weiterhin kalt, aber freundlich. Ein kurzer Stop in Höfn zum Tanken und Einkaufen und dann geht es auf den CP, nicht im Ort sondern 11 km dahinter. Den kennen wir noch nicht und sind gespannt.
Was uns hier erwartet, eine Aufteilung wie in deutscher Gründlichkeit, Duschen mit 100 ISK, Sitzen zum Essen und kochen zwar überdacht, aber offen. Wir kochen im Bus, passiert sehr selten.
Das bin nicht ich, das muss mein Alter Ego genannt Frostbeule sein.
19. Juli – ohne Plan einfach mal fahrn
Der Svartifoss soll unser Ziel für eine Wanderung sein, aber nicht mehr heute. Auf dem Weg dorthin werden wir noch ein paar Stops eingelegt haben, die nicht geplant waren, aber sich einfach so ergeben haben. Und oh Wunder, wir erreichen im Laufe des Tage eine zweistellige Temperatur – 10,5°C, am Zielort sogar 15°C und tatsächlich, Mütze und Handschuhe können im Auto bleiben. 
Ein Blick aus dem Auto auf den Jökullsárlon, der bekannten Gletscherlagune. Wir waren dort schon ein paarmal, können wir also getrost rechts liegen lassen.
wenn wir frieren, sollt ihr es auch 
Wir fahren an den Fjallárlon, der zweiten, sehr viel kleineren Gletscherlagune, essen zu Mittag und gehen einmal rum. So langsam kommen bei Günter die Erinnerungen zurück – hier waren wir mit Sophie – jawoll!


So, nun ist genug kalt. Der Fjallárlon führt zur Zeit nicht so viele Eisberge, aber das kann man verkraften, dafür ist auch nicht soviel los wie bei seiner großen Schwester. Oder ist es der Bruder?
Wir kommen jetzt an den Abschnitt Islands, an dem man von der Straße aus vier, fünf und mehr Gletscherläufe auf einmal sehen kann, größere und kleinere. Wer weiß wie lange es die noch geben wird.
Wir können aber nicht an den Rand eines jeden Gletscherlaufes ranfahren, der Tag hat nur 24 Stunden.
Aber dieser hier wird noch mitgenommen. Es ist gleichzeitig die Stelle, an der das britisches Schiff Clyne Castle , wie viele andere auch, im 2.WK strandete.
Wenn man sich die Karte mal ansieht, dann ist das schon sehr grauslich


Restbestand von der Clyne Castle
Auf ein Neues bis morgen dann