09.-11.06. – Abgefahren und Angekommen
Wenn einer fragt, wie wir denn geschlafen hätten in der Nacht der Abfahrt, dann kann ich nur antworten:“Frag lieber nicht.“ Gerade rechtzeitig vorm Aufstehen war der Schlaf am Tiefsten und ja dann ging der Wecker, aber wir sind pünktlich los gekommen.
Die Strecke bis Hirtshals ist ätzend lang und langweilig und will so gar kein Ende nehmen und dann diese Baustelle! Zugegebenermaßen ist sie schon kürzer geworden. In Hirtshals heißt es erstmal tanken bei Ingo und dann (jedenfalls am Dienstag) feststellen, dass die Fähre nicht um 12:30 Uhr abfährt, sondern um 11:30 Uhr. Aber was solls, wir sind rechtzeitig da und fahren sofort zum Check-in, uns wundernd, dass es gar nicht soviele Radfahrende, Motorradfahrende, Kleinwagenfahrende, so-wie-wir-Fahrende und Riesenkistenfahrende gibt, die an diesem Tag nach Island oder auf die Färöern wollen. Entweder ist es jahreszeitlich zu früh oder die restlichen nicht Anwesenden wollen alle zur Sonnenfinsternis nach Island. Anders als die Jahre vorher wird auch bereits 1 Stunde vor Abfahrt eingecheckt, das kommt uns gut gelegen ist doch das Kabinenbett gefühlt schon bei uns im Gesicht. Wir schlafen tatsächlich bis zum Nachmittag und ergattern danach einen netten Platz in der Bibliothek.
Eine strickt und einer spielt am Handy, im Fernsehen läuft Frauenfußball und dann gibt es Karaoke. Nun endlich weiß ich wie Weh es tun kann wenn Karaoke im Spiel ist und bestimmt höre ich mich zuhause nicht schlimmer an. Es war eine der Vorführungen, die zwar außerordentlich mutig war, aber eben auch außerordentlich s.o. Wir nehmen reiß aus. So richtig nett ist es eben nur im Bett. Ein Wunder, dass wir in dieser Nacht noch schlafen konnten.
Am Mittwoch morgen standen wir bereits vor 7 Uhr wartend vor dem Frühstücksbistro, sowas hat es bei uns auch noch nicht gegeben. Die Personenanzahl ist überschaubar und wir wieder die einzigen mit einem privaten Kaffeebecher. Warum das? Wenn die Kaffeetassen am Automaten gefüllt werden, dann sind sie aber auch voll, Milch passt da nicht mehr rein und schauckeln darf das Schiff auch nicht. Wir haben in den Jahren dazugelernt. Aber wo ist unser Lieblingskellner? KIP ist nicht da. Das geht ja überhaupt nicht. Die Rettung naht, den jemand hat Kaffee verschüttet, KIP ist zu sehen und er sieht uns, ist ja auch nicht so schwer mit unseren Tassen. Ein bisschen Smalltalk und wir haben uns gefreut uns zu sehen.
Nach dem Frühstück versuchen wir mal eine Couch in der Lounge zu bekommen und es klappt. Was macht man da? Kaffeetrinken, Bier trinken, lesen, Spiele spielen, stricken am Laptop rumeiern oder schlafen. Es gibt hier nur zwei Dinge, die ich mache
und schlafen, dabei wurde ich zum Glück nicht fotografiert und Mann hat mir gesagt, ich hätte nicht geschnarcht. Das beruhigt mich enorm.
Die Fahrt führt uns weiter sehr dicht an den Shetlandinseln vorbei und die sehen von Bord aus wie eben diese Inseln so aussehen, viel grün, wenig Mensch.
Was für eine schöne Aussicht mit Frühstück.
Nachmittags laufen wir in den Hafen von Tórshavn ein, mindestens die Hälfte der Passagiere sind auf dem Deck zu finden, denn, nicht nur dass die Sonne scheint, es ist auch immer wieder ein schönes Bild und auch ich mach das xte davon,
vom ehemaligen Fort Skansen.
Wieder schlafen wir wie die Murmeltiere, morgen früh sind wir da im Land meiner Träume.
Es ist das was wir saukalt nennen. Bis auf 2,5 Grad geht das Thermometer runter, 
unten in Egilstaðir sind wir immerhin bei 7,5 Grad. ’n bisschen kalt, geb ich zu.
Frühstück gab es für uns nicht an Bord, das nehmen wir in Fellabær im Bókakaffi (das muss man nicht übersetzen) ein, zusammen mit Claudia und Waltraud (wohnen auf Hrisey einer kleinen Insel im Norden). 
Welch eine wundervolle Wiedersehensfreude und das nicht nur, weil wir eine große Kiste mit Dingen dabei haben, die es in Island nicht gibt. Die beiden gehören zu uns und sind mittlerweile wie Familienmitglieder. Das Bad im Vök (heiße Quelle in einem See) lassen wir ausfallen und verschieben das gemeinsame Plantschen auf einen anderen Termin.
Nach dem Einkaufen dann zu unserer ersten Station
Die Straße ist mittlerweile komplett geteert und führt durch eine wenig beachtete Gegend, schließlich über eine sehr kurvige Strecke immer weiter hoch,
dann immer weiter runter bis nach Bakkagerði.
Die Elfen wollen begrüßt werden, also oben rauf und darum bitten, dass ich in diesem Jahr verschont bleibe mit irgendwelchen Unannehmlichkeiten
Mit Stolz schauen wir auf unseren kleinen Freund. Was da heute noch an Schlachtschiffen auf dem Platz steht ist kaum zu glauben.
In Bakkagerði wohnen ca. 100 Menschen, die Elfenkönigin und viele viele Papageitaucher als Saisonbewohner. 
Und ich schwöre es, das auf dem da unten Bild hab ich nicht vor 4 Jahren hier liegen gelassen. 
Oder soll das etwa Kunst sein?
Ich glaub wir gehen heute mit dicken Wollsocken ins Bett (Johanna, Günters Socken kommen jetzt richtig gut zur Geltung)