12. – 16.06. – nochmal schön zum Abschluss

12. – 16.06. – nochmal schön zum Abschluss

19. Juli 2026 Aus Von admin

UFOs über’m Campingplatz.




Das wird tatsächlich als Souvenir gekauft. Da wird der Koffer ganz schön schwer.

Am Sonntag treffen wir uns noch mit Jutta und Hilmar beim Thailänder in Akureyri.
Die öffentlichen Busse in Akureyri sind kostenlos, fahren aber Sonntags nur bis 18 Uhr und die beiden sind so nett und fahren uns zum Campingplatz. Hilmar dreht nur für uns eine Extrarunde und für diese sehr nette Geste bedanken wir uns auf diesem Wege nochmals herzlich. Ich glaube 2024 haben wir uns zuletzt gesehen, aber mal ehrlich, verändert haben wir uns doch nun wirklich nicht.


Da freu ich mich wie ein Kind über die allerschönsten Wollgrasblüten, die ich je gesehen habe. Mal nicht verregnet. Danke an Doris, die mich gelehrt hat für diese Schönheiten ein Auge zu haben.
In den nächsten Tagen werde ich noch einen Bericht nur mit Blumenbildern machen. Es lohnt sich also noch einmal reinzuschauen. Nicht nur die Farben der Insel haben mich in ihren Bann gezogen, auch die Felsen und die Blumen.


Von Akureyri geht es heute nach Tungulending. Grund ist Theresa, ich kenne sie nicht, aber ihre Geschichten, die sie auf FB postet finde ich so lieb, dass ich sie unbedingt kennenlernen möchte. Es geht somit zügig an Husavik vorbei, dann das berüchtigte letzte Stück Weg. Hilmar hat uns gestern beruhigt, der Weg ist etwas geglättet worden.

Da unten wollen wir hin, ganz langsam. Panik Paula lässt grüßen! Ne war nicht schlimm.

Theresa ist mit Mann und Kindern im März 2025 ausgewandert und den Entschluss haben sie nicht bereut. Ihre Energie spürt man mit jedem Wort, das man miteinander wechselt.

Während der Kaffeepause kommt eine äußerst interessante Gesprächsrunde mit weiteren Gästen auf. Isländische Literatur und in jedem von uns nun drei Frauen spricht die Liebe zu den benannten Büchern in den Augen. Schade, dass auch das einmal vorüber gehen muss. Alle drei finden wir das Buch „Die Eismalerin“ von Marja Kristin Baldursdottir als das beste, was wir je gelesen haben. Der Tipp das Buch „Eden“ hört sich gut an und wird das nächste auf meiner Liste sein.

Wenn man nicht gerade ICH bin, dann kann man von diesem Ort Orcas, Delfine und Wale sehen.
Das besondere an diesem Landstrich, neben Theresa natürlich, ist jedoch etwas ganz anderes. Eine Geologie, die wohl ihresgleichen in Island sucht. Es ist eine der bedeutensten Fossilienfundstätte. Die Tochter von Theresa hat sich mit ihren 8 Jahren diesem Thema verschrieben. Sie kennt jeden Einschluss, jeden besonderen Stein.

Und auch hier, wie an der geamten Küstenseite Holzanschwemmungen aus Sibirien. Kaum zu fassen.

Hier könnten wir uns auch vorstellen ein paar Tage im Gästehaus zu verbringen. Theresa, das behalten wir im Kopf.


Nach einer weiteren Übernachtung, diesmal auf einem Campingplatz bei Laugar fahren wir dann nach Seyðisfjörður.
Der Versuch noch eine Runde in Skutustaðir am Myvatn bei den Pseudokratern zu machen fällt buchstäblich ins Wasser, aber ein Eis gönnen wir uns, gemeint ist ein richtiges Eis und nicht so was Komisches, das man sonst so bekommt.
Je weiter wir Richtung Osten fahren, um so besser wird das Wetter. Die Königin der Berge, der Herðubreið, liegt noch etwas diesig da.

Gutes Wetter – ja, denn das heißt, wir wandern noch einmal. Endlich wieder so richtig raus.
Seit Jahren schon will ich Günter den Fardagafoss zeigen, heute ist die Gelegenheit.

Auf los gehts los und man beachte – im Shirt.

Wir haben wieder fliegendes Wasser und unsere Ottendorfer Freunde Doris und Piet wissen was gemeint ist.

Während unserer Wanderung fielen uns zwei junge Leute auf, die der Meinung waren, man müsste unbedingt ganz rauf auf den Fels, ganz oben links auf dem Bild, da wollten sie hin.

Wir haben uns das angeschaut mit der Bemerkung „wir warten bis sie runterfallen“. Makaber, aber muss so etwas sein? Das Pärchen kam heile wieder runter, aber gut war die Idee nicht.

Ohne Felsenbild kann ich nicht und ich fass es nicht, hat da doch wieder jemand eine Packung Tuc’s hingelegt.
Ich sags ja:“Ohne Tuc’s geht nix.

Geschafft, für uns ist an dieser Stelle Ende. Ein kleines Stück noch und dann geht es mit einem Seil weiter, das wollen wir besser nicht. Diese windschnittige Frisur ist der Hit.

Zurück zum Bus und dann ab nach Seyðisfjörður

Der Hafen wird belagert von Kreuzfahrern. Die kommende Woche soll die „Höllenwoche“ werden. Bis zu vier Schiffe an einem Tag, das größte mit 930 Personen, der Ort ist im Ausnahmezustand. Die Kassen klingeln und laufen wohl auch über.
Seyðisfjörður ist bunt und bezeichnet sich als Künstlerdorf.

Platz für Aussteiger, Aufsteiger und noch unbekannte Größen, vielleicht auch für Absteiger.


Ideen muss man haben, wie für diese Klanginstallation.


Wir konnten endlich einmal einen Blick in die Kirche des Ortes werfen.


Und dann ist es soweit. Traurig nehme ich Abschied und bleibe bis Dalatangi auf dem Deck

Dalatangi, wenn wir kommen ist es das Begrüßungsbild, wenn wir gehen das Abschiedsbild.
Tschüss dann meine Schöne, Isafold.
Wir sehen uns in diesem Jahr wieder, nicht von See, aber aus der Luft

Wir haben euch teilhaben lassen an schönen Tagen, an regnerischen Tagen und an stürmischen Nächten. Die letzte Nacht in Seyðisfjörður war besonders heftig. Von den 1000 Bildern haben wir versucht ein paar auszuwählen, die eine Geschichte erzählen, kleine Videosequencen müssen wir euch leider vorenthalten, aber vielleicht könnt ihr doch erkennen, wie sehr mir diese Insel am Herzen liegt und wie lieb es von Günter ist mich zu begleiten und auch Freude an dem zu haben, was wir unternehmen.