21.-23.06. – Islands Farben ein Genuß
nachdem wir vom Mittsommer so gar nichts mitbekommen haben und dann auch noch einen weniger tollen Campingplatz nehmen mussten, soll es am 22.6. nach Landmannalaugar gehen. Wir nehmen den öffentlichen Bus von Hella. An der Haltestelle finden sich viele Menschen ein, drei Busse einer anderen Gesellschaft und diverse Kleinbusse. Oje – alle wollen nach LML.
Unser Bus kommt mit etwas Verspätung und ist bereits gut gefüllt mit Gästen aus Reykjavik und Selfoss. Etwas mehr als 2 Stunden liegen vor uns. Geht es zunächst eine ganz normale asphaltierte Straße entlang, kommt irgendwann die Schotterstraße, nicht schnuckelig glatt ist, sondern mit ganz schön heftigen Vertiefungen und Geröll aufwartet. Hab ich Schotterstraße geschrieben, na ja das ist wohl sehr übertrieben. Der Ausblick lässt aber keine Angst aufkommen, ich bin heute keine Panik-Paula. Wir gehen mal davon aus, dass der Busfahrer auch Familie hat und heil wieder nach Hause kommen möchte.
Das hat sich dieser Fahrer wohl auch gedacht, sich dann aber maßlos überschätzt. Nun, diese Art der Auslese derer, die bestimmt nicht mehr nach Island kommen, ist auch eine Art, denn das wird teuer. 
Schön war ja angedacht. Aus dem Bus zu fotografieren ist gar nicht so einfach, entweder regnet es gerade oder aber die Erschütterungen sind zu heftig. 
Die Schneefelder gehen über das komplette Jahr nicht weg und gerade in dieser Jahreszeit sieht es magisch schön aus. 
Wir sind bald da. Es gilt eine Furt zu durchqueren und der zweite Kandidat für ein „never come back to Iceland“ ist zu sehen. Normales Fahrzeug, eher klein, meinte einen anderen Weg durch die Furt nehmen zu müssen und dann – abgesoffen. Auch ein Mietwagen, auch teuer. Leider saß ich auf der falschen Seite für ein Bild.
2 1/2 Stunden haben wir Zeit Augen und Sinne einen Genuß nach dem anderen zu gönnen. 
Auf los gehts los
Es geht durch Lava, dieses Mal aber im Gegensatz zum letzten Jahr, gesittet auf angelegten Wegen.
Es geht an Schneefeldern vorbei oder auch mal drüber weg
Und glaubt ja nicht, dass wir das richtige an Bekleidung dabei hatten. Das Richtige schon, aber viel zu viel. Stück für Stück musste man sich entkleiden. Erst der Annorak, hätte ja auch stürmen können, dann der Pullover, hätte ja sehr kalt werden können, um letztendlich nur im Poloshirt weiter zu laufen.
Nun aber die Farben der Insel zu denen ich gar nichts schreiben kann, nur einfach genießen. 

Was soll man auch dazu sagen. Auf diesem Bild sind zwei Tiere zu sehen – könnt ihr die entdecken?
Da ist nichts mit Fotoshop geändert, einfach nur mit dem Smartphone klick gemacht. 
Wir können gar nicht genug bekommen von diesen Farben, ein Hochlanderlebnis der besonderen Art. Kann es da noch besser werden?
Minischluchten und Pechstein 

Die Zeit geht schnell vorüber und unser Bus wird nicht auf uns warten. 
Noch mal ein Genußbild bevor wir wegnicken.
Danke an die Geburtstagsgruppe, die uns diesen wundervollen Tag möglich gemacht hat.
Wieder in Hella angelangt werden wir müde aber glücklich den Weg nach Selfoss auf den nächsten Campingplatz nehmen, dann wieder mit Dusche. Zum Entspannen bleiben wir für 2 Nächte dort. 
Und diese hübsche Dame schaut mir beim Stricken zu
Selfoss selber finden wir nicht so prickelnd, aber immerhin haben die einen netten Stadtkern, der auch weiterhin ausgebaut wird.
Uns haben vor ein paar Tagen die Gnitzen erwischt, wir sind übersäht mit Einstichstellen, den jucken zum Verrückwerden, Ganze Hautpartien sind betroffen, da hilft nur der Weg in die Apotheke für Cortisonsalbe und Pferfferminzöl. Nun riecht unser Bus penetrant nach Pfefferminz, aber wir bekommen trotzdem die Krise, die Juckkrise. Was sagt Günter immer – quem jucket…
Nächster Halt dann in Seltún, mal wieder, und Grindavik, Übernachtung in Hafnarfjörður und Besuch bei Ruth. Darauf dann weiter nach Kjós einem kleinen Platz weiter westlich zum Abwettern. Ganz Island wird mit Regen überzogen, da ist es egal wo wir uns befinden.